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Onegin

Eugen Onegin. Ein Versroman. (300 Seiten)

 

Vorwort, Einleitung und ein Kommentar von Vladimir Nabokov (1330 Seiten)

 

Eugen Onegin Versroman: aus dem Russischen von Sabine Baumann unter Mitarbeit von Christiane Körner.

Nabokov-Kommentar: aus dem amerikanischen Englisch von Sabine Baumann.

 

Vladimir Nabokov (1899–1977), russischer und

amerikanischer Schriftsteller, wurde mit seinem

Roman Lolita weltberühmt. Weniger bekannt ist, daß er sich seit der Flucht seiner Familie aus Rußland 1919 während seines lebenslangen Exils intensiv als Übersetzer zwischen verschiedenen Sprachen betätigte. In Berlin, wo er fünfzehn Jahre lebte, fertigte er russische Übersetzungen von Lewis Carrolls Alice im Wunderland sowie von Romain Rollands Colas Breugnon an und begann dort auch, seine eigenen Romane ins Englische zu übersetzen. Nachdem er mit seiner Frau Véra und seinem Sohn Dmitri auf dem Umweg über Frankreich aus Nazi-Deutschland entkommen war, lehrte Nabokov in den USA an verschiedenen Colleges. Für seine Vorlesungen zur russischen Literatur an der Cornell University befaßte er sich mit den Übersetzungen der Klassiker und war damit so unzufrieden, daß er sich entschloß, selber Abhilfe zu schaffen. 1949 begann Nabokov seine bewußt auf Reime verzichtende Übersetzung von Alexander Puschkins Versroman Jewgenij Onegin. Für die deutsche Ausgabe wurde Puschkins Originaltext von Sabine Baumann aus dem Russischen in zeilengetreue Prosa übertragen. Dazu schrieb Nabokov einen hier erstmals auf deutsch vorgelegten Kommentar. Mit Abstand das zeitaufwendigste und umfangreichste all seiner Werke, ist es zugleich der Höhepunkt seines übersetzerischen Schaffens. Nabokovs Beschäftigung mit Alexander Puschkin (1799–1837) reicht zurück zu Lektüreerlebnissen in seiner Petersburger Kindheit und zu Spielen auf dem Land an Schauplätzen aus Puschkins Leben, die in dem Kommentar geschildert werden. Nabokovs Auseinandersetzung mit dem bedeutendsten Dichter des Goldenen Zeitalters der russischen Literatur ist persönlich, engagiert und polemisch, fundiert und detailgenau.

Während seine Übersetzung eine dienende Funktion hat und wie eine Lupe Vers für Vers den Blick auf das Original schärfen soll, ergänzt er in dem Kommentar alles, was der Leser über Puschkin, die Entstehung, Struktur und Poesie seines Werks sowie über dessen vielfältige literarische, biographische und historische Bezüge wissen muß. Mit seinen geistreichen Ausführungen über Duelle, Dandys, Ballmoden und vieles mehr ist Nabokov eine einzigartige Kulturgeschichte Rußlands gelungen. Zugleich entzieht der kosmopolitische Nabokov Puschkin dem nationalistischen Zugriff, indem er ihn überzeugend als europäischen, insbesondere von der französischen Sprache und Literatur geprägten Dichter zeichnet. »Ich werde als Verfasser von Lolita und mit meiner Arbeit über Eugen Onegin in Erinnerung bleiben.« Vladimir Nabokov, 1966 in einem Interview mit Herbert Gold.

 

Die Übersetzerin:
Sabine Baumann ist Amerikanistin und Slawistin. Ihr Buch Vladimir Nabokov: Haus der Erinnerung ist bei Stroemfeld in der Reihe nexus erschienen.

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2 geb. Bände im Schuber

ISBN: 978-3-86600-018-6

 

Einzelpreis: 128,00 €
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1970: Verlag Roter Stern K. D. Wolff KG in Frankfurt am Main gegründet. Seit dem begann der Verlag mit der Edition umfangreicher historisch-kritischer Ausgaben deutschsprachiger Schriftsteller, wie zum Beispiel Frankfurter Hölderlin-Ausgabe, Heinrich von Kleist, Gottfried Keller, Georg Trakl, Franz Kafka und Casimir Ulrich Boehlendorff.