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Stroemfeld Verlag GmbH, gegründet 1970, ist vor allem für seine ambitionierten Werk- und Gesamtausgaben deutscher Literaten aus dem 19. und 20. Jahrhundert bekannt.

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Klaus Theweleit

Knall

Der Knall. 11. September, das Verschwinden der Realität und ein Kriegsmodell

 

»Kulturelle Identität, Erpressung, regionale Destabilisierung… Playstations zwischen Kosovo und Afghanistan. Es geht um die Beseitigung von Mischkulturen, ›in ihrem Kern potentiell hedonistisch, mit starker öffentlicher Frauenpräsenz, und damit Entwickler einer tendenziell säkularisierten Religiösität, Entwickler der Philosophie und der Künste‹ – sie werden durch ein immergleiches Modell von Fundamentalisten-Intrigen, Pogromen, Machtvakuum, Mafiotisierung außer Gefecht gesetzt… Ein simples Modell, und simpel-naiv auch, wie Theweleit sich dem 11. September widmet … Theweleit befragt Texte, die in den Tagen danach entstanden sind, untersucht die Argumente, die leeren, die verdrängten Momente. Man hat nicht wirklich etwas zu sagen gehabt … Es ist dieser therapeutische Effekt, den Theweleit gelten lässt, wenn er bestürzt die Geschwätzigkeit der Texte feststellt … Theweleit ist immer schon der große Leser unter den Schreibern gewesen, der auf die Echos lauscht in den Sätzen … Man kann Bauklötzchen staunen in diesem Buch …«
Fritz Göttler in der Süddt. Zeitung

»Mit Sicherheit bietet Klaus Theweleits Buch die eindringlichste Beschreibung der Verwundung, die das Attentat in den Hirn- und Schreibströmen hinterlassen hat. Aber über den Anlaß hinaus bietet es auch eine aufregende Besichtigung des Schauplatzes vervielfältigter Realitäten, auf dem unsere Wahrnehmungsweisen und Beschreibungstechniken seit geraumer Zeit durchdrehen.«
Walter van Rossum, wdr

»Theweleits zärtlich-entsetztes Porträt des slowenischen Lacanisten und Quasselkaisers Zizek etwa gehört zu den ergreifendsten Schilderungen des ›uns alle‹, die wir schreiben, angehenden Elends der Rechthaberei, die man je hat lesen dürfen.«
Dietmar Dath, FAZ

»Als Regeln verletzender Entertainer, der gern das Korsett des wissenschaftlichen Knigges sprengt, ist Theweleit ein ›Harald Schmidt‹ der Soziologie.«
Helmut Mörchen, Kölner Stadtanzeiger

 

...Theweleit erinnert an die Bildpolitik des Golfkrieges von 1991. Allabendlich zeigten uns grinsende Generäle Bilder von fröhlichen Bombardements, mit denen der böse Irak gemaßregelt wurde. Aber diese Bilder zeigten in Wahrheit nichts, ähnelten aufs genaueste entsprechenden Hollywood-movies, wo die diversen Ziele im grünlichen Licht elektronischer Kameraobjektive explodierten. Und genau diese Funktion hatten die Bilder. Es war zwar Krieg, aber der Krieg war wie Kino: Diese Bilder dienten der Versicherung des Zuschauers, seiner "Immunisierung": "Wer fernsieht, stirbt nicht." Doch den Attentätern vom 11. September ist eine Umpolung gelungen: Aus Immunisierungsbildern sind "Infektionsbilder" geworden. Unsere Medienrealität schützt uns nicht mehr vor der Realität unserer Kriege, sondern wird zum Medium der Kriegserklärung gegen uns...
Mit Sicherheit bietet Klaus Theweleits Buch die eindringlichste Beschreibung der Verwundung, die das Attentat (vom 11.9.) in den Hirn- und Schreibströmen hinterlassen hat. Aber über diesen Anlass hinaus bietet es auch eine aufregende Besichtigung des Schauplatzes vervielfältigter Realitäten, auf dem unsere Wahrnehmungsweisen und Beschreibungstechniken seit geraumer Zeit schier durchdrehen.

Walter van Rossum,Deutschlandfunk, Politische Literatur, 16.09.02

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280 Seiten, frz. Broschur,

ISBN: 978-3-87877-870-7

 

Einzelpreis: 24,00 €
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1970: Verlag Roter Stern K. D. Wolff KG in Frankfurt am Main gegründet. Seit dem begann der Verlag mit der Edition umfangreicher historisch-kritischer Ausgaben deutschsprachiger Schriftsteller, wie zum Beispiel Frankfurter Hölderlin-Ausgabe, Heinrich von Kleist, Gottfried Keller, Georg Trakl, Franz Kafka und Casimir Ulrich Boehlendorff.