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Inuhiko Yomota

Im Reich der Sinne

100 Jahre Japanischer Film

 

PROJEKT : Nexus: Die kulturwissenschaftliche Bibliothek, nexus 79

 

...eine empfehlenswerte Auseinandersetzung mit der Geschichte des japanischen Films... Wer Interesse an den kulturellen Hintergründen und den strukturellen Besonderheiten der Filmkunst aus Nippon hat, erhält mit "Im Reich der Sinne. 100 Jahre japanischer Film" einen kurzweiligen und informativen Einstieg.
Christopher End, Animania 05/2007 (Manga-Zeitschrift)

In den letzten Jahren hat sich ein vierter Name zu jenen dreien gesellt, die jedem halbwegs versierten deutschen Kinogeher einfallen, wenn es um japanische Filme geht: Neben Kurosawa, Ozu und Mifune hat nun auch Kitano Takeshi sein Publikum gefunden. Zwei Regisseure, ein Schauspieler und ein schauspielernder Regisseur - das ist nicht gerade viel Wissen über eine Kinonation, die derzeit Jahr für Jahr mehr als dreihundert Filme hervorbringt und in den fünfziger Jahren nach Amerika die zweitgrößte Produktion weltweit unterhielt. Allerdings ist Japan bei Spezialisten auch berühmt als Dorado für Genreverfilmungen: für Horror, Monster, Samurai natürlich, Schulmädchen und - das ist nicht notwendig deckungsgleich - für bizarren Sex. Und da spätestens kommt zu den vier bekannten Namen auch noch ein allseits bekannter Film: "Im Reich der Sinne" (Ai no korida), den Oshima Nagisa 1976 gedreht hat und der damals in diversen Ländern seiner Drastik wegen verboten wurde.
"Im Reich der Sinne" heißt auch ein Buch des japanischen Filmwissenschaftlers Yomota Inuhiko, das auf gerade einmal hundertsiebzig Seiten die Kinogeschichte seines Heimatlandes erzählt. Bei so wenig Platz musste der Autor scharf auswählen, und man sollte es ihm also nicht verübeln, dass Oshima nur mit seinem Frühwerk Erwähnung findet, nicht aber mit seinem berühmten Skandalfilm...
Dabei wäre von Yomota so viel zu lernen: über die Sorgen der ersten japanischen Filmregisseure etwa, wie sich das Leben in ihrem Land mit einem westlichen Werkzeug wie der Kamera einfangen lasse; über den Bergfilmer Arnold Fanck, der zu Beginn der deutsch-japanischen "Achsenzeit" 1936 das Inselreich besuchte und dort "Die Tochter des Samurai" drehte, während der japanische Regisseur Itami Mansaku denselben Stoff für das einheimische Publikum verfilmte (in Deutschland wurde Fancks Film ein riesiger Erfolg, in Japan fiel Itamis Version durch); über Kurosawas "kaiserliche Isolation", die seiner Karriere im eigenen Land schadete, obwohl man ihn dort grenzenlos bewunderte; über den Film als Vehikel des kulturellen Nationalstolzes der Japaner...

Andreas Platthaus, FAZ, 23. August 2007

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260 Seiten, frz. Broschur

ISBN: 978-3-86109-179-0

 

Einzelpreis: 18,00 €
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