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Friedrich Hölderlin

FHA 19: Briefe II

 

EDITION: Sämtliche Werke »Frankfurter Ausgabe« (FHA)

 

1975 begonnen, wird nun – nach gut dreißig Jahren – die Frankfurter Hölderlin-Ausgabe abgeschlossen. Der Band FHA 19 (Briefe II) soll im Spätsommer erscheinen, der abschließende Band FHA 20 (Chronologisch-integrale Edition) im Herbst. Bis zum Erscheinen von Band FHA 20 kann die Gesamtausgabe noch zum ermäßigten Subskriptionspreis bezogen werden.
Die für dieses besondere Werk gewählte Editionsform erlaubt nicht nur, sie fordert auch den Nachvollzug der editorischen Arbeit, mithin ihre Überprüfung in jedem Detail … Endlich vorgelegt werden im Sommer und Herbst 2006 die beiden letzten Bände der Frankfurter Hölderlin-Ausgabe. Sie umfaßt mit der Einleitung und den drei Faksimile-Supplementen mehr als 12.000 Seiten; die Hälfte davon der handschriftliche Nachlaß Hölderlins mit den typographisch differenzierten Umschriften.
Neben Michel Leiner und KD Wolff von Anfang an, waren Wolfram Groddeck, Michael Knaupp, Michael Franz, Emery George, Hans Gerhard Steimer, Fleming Roland-Jensen, Charles de Roche und Anja Ross beteiligt. Nach Erscheinen der ersten vier Bände richtete die Freie Hansestadt Bremen eine Arbeitsstelle für die FHA ein. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte Mittel zur Edition des Werks, schloß aber die Briefedition aus. Das Land Hessen und Stiftungen in Freiburg, Frankfurt am Main, Vaduz und Bremen gewährten weitere Zuschüsse. Doch ohne die Subskribenten der ersten Stunde, ihre spontane Bereitschaft und schließlich auch ihre Geduld, wäre die neue Hölderlin-Ausgabe – und mit ihr auch die Erneuerung editorischer Prämissen – nicht möglich gewesen.
FHA 19 Briefe II wird eröffnet vom Faksimile der ersten Handschrift Hölderlins überhaupt, des im Nov. 1785 aus der Klosterschule Denkendorf geschriebenen, 1891 gedruckten, dann verschollenen und erst vor einigen Jahren bei Stargardt wieder aufgetauchten Briefs an Nathanael Köstlin.
Der zweite Stadtpfarrer von Nürtingen hatte Hölderlin auf das Landesexamen vorbereitet, jetzt bittet ihn der vaterlose Knabe, Vaterstelle zu übernehmen, sein Freund und Ratgeber zu sein, gibt dabei sein Innerstes preis, in Form einer adoleszenten Selbstanalyse, bevor es einen Begriff davon gab. Das hier entfaltete Psychogramm (das mit allen seinen Brüchen lebenslang gültig blieb) bezeichnet den Augenblick der Bestimmung zum Dichter. Unmittelbar darauf folgen die Reinschriften früherer Gedichte, neue Gedichte, mit Schiller und Klopstock sich messende Proben.
In welchem Maße diese Briefe das dichterische Werk erhellen, daß sie – als andere Äußerungsform – diesem durchaus die Waage halten, belegt ein Brief an den Bruder vom Juni 1789. Vier Generationen vor Freud entwickelt er das Phänomen der Todeslust als existentielles Movens …
Mit der überlieferten, vollständig dargestellten Korrespondenz bietet FHA 19 auch die Stammbucheinträge und Widmungen an Hölderlin. Vermehrt um die durch Druck, Abschrift oder Regest überlieferten Stücke ergänzt er FHA 18 Briefe I, und die Abteilung »Stammbuchblätter und Widmungen« in FHA 1.

590 Seiten, Ln.,

ISBN: 978-3-87877-601-7

 

Einzelpreis: 148,00 €
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1970: Verlag Roter Stern K. D. Wolff KG in Frankfurt am Main gegründet. Seit dem begann der Verlag mit der Edition umfangreicher historisch-kritischer Ausgaben deutschsprachiger Schriftsteller, wie zum Beispiel Frankfurter Hölderlin-Ausgabe, Heinrich von Kleist, Gottfried Keller, Georg Trakl, Franz Kafka und Casimir Ulrich Boehlendorff.