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Olaf Müller
Der unmögliche Roman
Antikriegs-Literatur in Frankreich zwischen den Weltkriegen
PROJEKT : Nexus: Die kulturwissenschaftliche Bibliothek, nexus 75
Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues" wurde unmittelbar nach Erscheinen als pazifistischer Roman wahrgenommen und von deutschnationalen Kreisen verunglimpft, später jedoch kritisierten ihn Arnold Zweig und Kurt Tucholsky als "pazifistische Kriegspropaganda". Olaf Müllers klar proportionierte Studie widmet sich den Aporien des literarischen Weltkriegs zwischen den Weltkriegen, wie sie schon früh in der Kontroverse um Remarques Roman zutage tragen. Anhand zumeist vergessener "pazifistischer" Roman von Henri Barbusse, Victor Margueritte, Eugène Dabit, Henry Poullaille u.a. untersucht Müller die Diskrepanz zwischen Programmatik und tatsächlichem ideologischen Gehalt in der französischen Kriegsliteratur...
Bei aller Kritik bleibt dem Verfasser präsent, daß es sich bei den untersuchten Romanen um Reaktionen auf den deutschen Angriffskrieg handelt... wird hier mit bewundernswerter Materialbeherrschung ein bisher kaum in den Blick geratenes Gebiet erschlossen.
Magnus Klaue, konkret 3/2006

380 Seiten, frz. Broschur,
ISBN: 978-3-86109-175-2
Einzelpreis: 49,00 €
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