Stroemfeld Verlag GmbH, Franfurt/M, Deutschland

Stroemfeld Verlag GmbH, gegründet 1970, ist vor allem für seine ambitionierten Werk- und Gesamtausgaben deutscher Literaten aus dem 19. und 20. Jahrhundert bekannt.

Aktuelles

 

Vorschau Herbst 2014

Unsere Vorschau Herbst 2014 finden Sie hier

 

Nachrichten

 

Wir trauern um

 

Michel Leiner


* 7. Mai 1942 † 16. März 2014

 

Anna Haider, geb. Leiner, mit Kaspar und Tillman, Tim Wegner

Lea Leiner, Marco Reichert

Hans Leiner

Sabine Kübler

Jenny Flügge

Anton Flügge, Miriam Klein-Flügge mit Joshua

Sibylla Flügge

Barbara Schmincke

Rudi Deuble, Marion Juhas, Doris Kern

Alexander Losse, Jochen Schroers

KD Wolff, Cristina Urchueguía

 

 




Reinhold-Schneider-Preis 2014

 

Freiburg ehrt Klaus Theweleit

 

Mit dem Reinhold-Schneider-Preis, der in diesem Jahr in der Sparte Literatur verliehen wird, zeichnet die Stadt Freiburg den Freiburger Kulturwissenschaftler und Schriftsteller Klaus Theweleit aus.

Der Reinhold-Schneider-Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Die junge Autorin und bildende Künstlerin Lisa Kränzler erhält den diesjährigen Förderpreis von 6.000 Euro. Oberbürgermeister Dieter Salomon übergibt die Preise in einem Festakt am 10. April um 19.30 Uhr im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses am Münsterplatz.

Mit dem Reinhold-Schneider-Preis würdigt die unter Vorsitz von Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach tagende Jury aus Mitgliedern des Gemeinderats und Literaturexpertinnen und -experten das in Themen und Stil außergewöhnliche und seit Jahrzehnten international viel beachtete Werk des in Freiburg lebenden Autors. Klaus Theweleit wurde 1942 in Ostpreußen geboren, studierte Germanistik und Anglistik in Kiel und Freiburg und war von 1969 bis 1972 als freier Mitarbeiter des Südwestfunks tätig. Theweleit lehrte am Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Bis zu seiner Emeritierung hatte er über zehn Jahre eine Professur für Kunsttheorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe inne und versieht derzeit wechselnde Lehraufträge in Deutschland, den USA, der Schweiz und Österreich.

Seine Dissertation über die „Freikorpsliteratur und den Körper des soldatischen Mannes“ war die Grundlage für seinen bahnbrechenden zweibändigen Klassiker Männerphantasien (1977/78), in dem Theweleit eine neue psychoanalytische Faschismus-Theorie entwickelte. Theweleits "Männerphantasien" gelten als eines der ersten Werke der deutschen und internationalen Männerforschung – mit Langzeitwirkung und rezipiert weit über die linke Subkultur hinaus. Weitere Publikationen sind unter anderem Buch der Könige (1988-1994), Objektwahl (1990), Das Land, das Ausland heißt. Essays, Reden, Interviews zu Politik und Kunst (1995), Heiner Müller. Traumtext (1996), Deutschlandfilme. Godard. Hitchcock. Pasolini. Filmdenken & Gewalt (2003), Tor zur Welt: Fußball als Realitätsmodell (2004), Absolute(ly) Sigmund Freud. Songbook (2006) und der auf vier Bände angelegte Pocahontas-Komplex" (1999 und 2013).

Die Jury würdigt mit ihrer Entscheidung den unkonventionellen Grenzgänger und Querdenker zwischen Psychoanalyse, Literatur, Kunst und Popkultur bis zur Politik. Theweleits Hauptthemen, die Analyse von Geschlechterverhältnissen als Machtverhältnis werden tabufrei in wechselnden Kontexten erörtert. Zugleich erweitert der Autor in einzigartiger Weise seine textlich angelegten Assoziationsketten durch die Sprache der Bilder, die er in seinen meist opulenten Büchern in allen Formen von Werbebild bis Comic zu ihrem eigenen Recht kommen lässt. Der ihm ganz eigene „Theweleit-Sound“ schlägt sich in extensiven, lustvollen Abschweifungen und kühnen Assoziationen nieder, die Grenzen zwischen den Gattungen, Sprachcodes, Zitaten und Kommentaren sind fast aufgehoben, was immer auch eine Herausforderung für die Leser darstellt, die in einen Prozess des Frage-Stellens und Entdeckens gesogen werden.

Der seit 1960 existierende Reinhold-Schneider-Preis wird alle zwei Jahre verliehen – abwechselnd in den Sparten Musik, Literatur und Bildende Kunst.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

40 Jahre Verlag Stroemfeld/Roter Stern
1970–2010


Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek
Frankfurt am Main, Adickesallee 1
Eröffnung: 12. August 2010, 19 Uhr
Finissage: 4. September 2010, 19 Uhr

 

Der Verlag dankt dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main für die Unterstützung der Ausstellung.

 

 


 

Heidelberger Appell

 

http://www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm

 

english version:

 

http://www.textkritik.de/urheberrecht/index_engl.htm

 

 

 

 

NEU

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Roland Reuß: FORS

Der Preis des Buches

und sein Wert

304 Seiten, 24,80 Euro

ISBN 978-3-86600-152-6

 

 

Ruskins experimenteller, über Jahre in monatlichen Lieferungen erschienener Text ›Fors clavigera‹, gewidmet den ›Workmen and Labourers of Great Britain‹ (1871–1884), betrat nicht nur sprachlich Neuland. Kühn war an diesem work in progress auch, daß es sich programmatisch jeder Art von Werbung verweigerte. Und ›Fors clavigera‹ war zugleich das erste Druckerzeugnis, für das ein Autor zusammen mit seinem Verlag eine strikte Buchpreisbindung durchsetzte – zunächst durchaus gegen den Widerstand des Buchhandels und in Kämpfen mit diesem. Die Gedanken, die Ruskin dabei leiteten, und die in England schließlich in das berühmte Net Book Arrangement (1900) einmündeten, sind von aktuellem Interesse.

 

NEU

b_POCA_2U1.jpgKlaus Theweleit

Das Pocahontas-Projekt
Buch 2: Königstöchter
736 Seiten, br.,
978-3-87877-752-6, 38 Euro

 

jetzt bestellen!

 

Am Anfang war die Einwanderung. Am Anfang von was? Am Anfang von dem, was wir heute »Europa« nennen. So ca. 2000 Jahre v. u. Z. (-2000) wandern verstärkt und in mehreren »Wellen« Indogermanen von Nordosten her in die Gebiete ein, die wir heute als »Griechenland« kennen. Die hießen nicht immer so. Wie deren vor-griechische Bewohner sich nannten, wissen wir nicht. Sie schrieben nicht; sie wurden ausgelöscht; oder den Einwandernden assimiliert. Alle Namen, die wir heute haben, sind die der siegreichen Neuankömmlinge; Namen der Kolonisatoren, der »Griechen« eben (die auch noch nicht schrieben als sie eintrafen).
Die »Griechen« entwickelten dabei eine besondere Kunst der Erzählung (bzw. des Gesangs); Formen, die wir heute als »Mythos« bezeichnen.

 

Radiorezension zu Klaus Theweleit "Pocahontas 2. Buch der Königstöchter", von Eike Gebhardt, SWR2, 10.11.2013

http://bit.ly/1a44wmN


 

 

 

4. Auflage lieferbar!

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Roland Reuß

Ende der Hypnose

Vom Netz und zum Buch


11.2.2013:bei SWR2/Literatur

das Buch der Woche

 

jetzt bestellen!

 

weitere Informationen unter:

Institut für Textkritik

wieder lieferbar:

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Der Brief – Ereignis & Objekt

Hrsg. Anne Bohnenkamp & Waltraud Wiethölter
Katalog Frankfurter ­Goethe-Museum
325 Seiten Großformat, br., durchgängig farbige Abb., Neuauflage
ISBN 978-3-86600-031-5
€ 29,80

»… Bis Anfang des 20. Jh. wurden Eisengallustinten verwendet. So kommen wir heute in den Genuss von Briefen, die uns auch deswegen so berühren, weil die Menschheit dazu übergeht, das Briefeschreiben als Kulturtechnik aufzugeben. Gerade noch rechtzeitig womöglich, sich dem Thema zu nähern? Die Ausstellung im Freien Deutschen Hochstift jedenfalls sollte nicht versäumen, wer einen Füller bedienen kann … [ mehr... ]

 

Logo: Kurt Wolff Stiftung

Der Stroemfeld Verlag ist Mitglied im Freundeskreis der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene:
www.kurt-wolff-stiftung.de

 

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1970: Verlag Roter Stern K. D. Wolff KG in Frankfurt am Main gegründet. Seit dem begann der Verlag mit der Edition umfangreicher historisch-kritischer Ausgaben deutschsprachiger Schriftsteller, wie zum Beispiel Frankfurter Hölderlin-Ausgabe, Heinrich von Kleist, Gottfried Keller, Georg Trakl, Franz Kafka und Casimir Ulrich Boehlendorff.